21 Mai

H1 – Hilfeleistung klein

Datum: 21. Mai 2017 
Alarmzeit: 17:41 Uhr 
Alarmierungsart: DME 
Art: Technische Hilfeleistung 
Einsatzort: BWT-Stadion, Jahnstraße 
Fahrzeuge: ELW, LF 16/12, TLF 16/25, MTW 2 
Weitere Kräfte: Christoph 51 (Rettungshubschrauber DRF Stuttgart), Christoph 53 (Rettungshubschrauber DRF Mannheim), DRK OV Sandhausen, FF Nußloch mit LF 16/12, Leitender Notarzt, Notärzte, Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, Polizei, Rettungsdienst 


Einsatzbericht:

Vergangenen Sonntag, 21.05. fand das letzte Heimspiel der Saison im BWT-Stadion am Hardtwald gegen Hannover 96 statt.
Da bereits im Vorfeld bekannt war, dass das Stadion nahezu ausverkauft sein wird, wurde der Brandsicherheitswachdienst entsprechend verstärkt. Neben einer Aufstockung der Stadionmannschaft wurde auch wieder die Feuerwehr Nußloch mit einem Löschgruppenfahrzeug angefordert.

Nachdem das Spiel bis zur 85. Minute bis auf kleinere Zwischenfälle mit Pyrotechnik einen normalen Verlauf nahm, kam es dann bei Spielende zu einem unkontrollierten Platzsturm. Hierbei wurden über 18 Fans zum Teil schwer verletzt. Seitens der Einsatzleitung wurde entschieden, einen MANV 2 (Massenfall von Verletzten) auszulösen.

Wir unterstützten die Einsatzkräfte des DRK mit Tragehilfen und Absperrmaßnahmen gegen Schaulustige, welche die Kameraden des DRK behinderten oder gar anpöbelten. Zudem wurde bei der Versorgung der Verletzten unterstützt.

Parallel hierzu kam es durch Brandstiftungen zu mehreren kleineren Bränden an Werbetafeln, Fanutensilien und anderen Gegenständen. Auch wurden größere Mengen an Pyrotechnik gezündet. Die Brandstellen wurden, sofern es der Eigenschutz zuließ, kontrolliert und abgelöscht.

Zum Abtransport der schwer verletzten Patienten wurden zwei Rettungshubschrauber angefordert. Seitens der Feuerwehr wurde der Landeplatz abgesperrt und die Hubschrauberbesatzungen den entsprechenden Medical Center zugeführt.

Da zu diesem Zeitpunkt alle Einsatzkräfte der Feuerwehr im Stadion gebunden waren, wurde vom Einsatzleiter nochmals die Feuerwehr Sandhausen alarmiert. Ein weiteres Löschgruppenfahrzeug ging am Stadion zur Verstärkung in Bereitstellung.

Als wäre dies nicht genug, löste dann auch noch die automatische Brandmeldeanlage im Stadion aus. Umgehend ging ein Trupp unter schwerem Atemschutz und Löschgerät zur Erkundung vor. Diese ergab, dass Rauchmelder in den Räumlichkeiten der Gästekabine ausgelöst hatten. Grund hierfür war eine Rauchentwicklung. Zudem wurden die Rauchmelder durch Versprühen von Sekt in Mitleidenschaft gezogen. Statt den akustischen Warnsignalen der Brandmeldeanlage Folge zu leisten und das Objekt zu räumen, wurden die Warneinrichtungen kurzerhand von den anwesenden Personen samt der restlichen Rauchmelder von der Decke geschlagen. Somit war die Brandmeldeanlage nicht mehr funktionstüchtig. Weisungen der Feuerwehr wurden gänzlich ignoriert. Weitere Maßnahmen konnten nicht durchgeführt werden.

Gegen 19:30 Uhr leerte sich dann das Stadion zunehmend und die ganzen Schäden wurden sichtbar.
Somit konnte die Feuerwehr nach einer abschließenden Kontrolle des Stadions, der Brandmeldeanlage und einer gemeinsamen Nachbesprechung den Brandsicherheitswachdienst gegen 20:00 Uhr beenden.

Herzlichen Dank den Kameraden der Feuerwehr Nußloch für die tatkräftige Unterstützung und die hervorragende Zusammenarbeit. Dies gilt auch für die Einsatzkräfte des DRK, insbesondere dem DRK OV Sandhausen.
Dank für die hervorragende Zusammenarbeit gilt auch den Kolleginnen und Kollegen der Integrierte Leitstelle Rhein-Neckar sowie dem Kreisbrandmeister Udo Dentz, welcher sich vor Ort ein Bild der Lage machte.

Bericht Leimen Lokal

Bericht Heidelberg24