26 Apr

F1 – Gartenhausbrand

Datum: 26. April 2019 
Alarmzeit: 1:07 Uhr 
Alarmierungsart: DME 
Art: Brandeinsatz 
Einsatzort: Ziegenhof, Nußloch 
Fahrzeuge: ELW, LF 20/16, TLF 16/25 
Weitere Kräfte: FF Nußloch mit KdoW, LF 16/12, LF 20/16, MTW 


Einsatzbericht:

Nördlich von Nußloch – zwischen Ziegenkäsehof und Schafhof – stand ein größeres Gartenhaus in Vollbrand. Seitens der Feuerwehr Sandhausen wurde ein Pendelverkehr mit dem Löschgruppen- und Tanklöschfahrzeug eingerichtet, um die Löschwasserversorgung sicherzustellen.

Des Weiteren wurde die Brandbekämpfung mit zwei Trupps unter schwerem Atemschutz unterstützt.


Die Flammen schlugen meterhoch – Spektakulärer Feuerwehreinsatz: Gartenhaus völlig zerstört

Von einem lauten Knall wurden die Bewohner des Ziegenkäsehofs an der L594 zwischen Nußloch und Leimen am frühen Freitagmorgen geweckt. Als sie aus dem Fenster schauten, bot sich ihnen ein spektakulärer Anblick: In nur wenigen Hundert Metern Entfernung schlugen Flammen aus einer Gartenhütte meterhoch in den Nachthimmel und erleuchteten diesen taghell.

Die von den Bewohnern alarmierte Feuerwehr erreichte den Einsatzort gegen 1.15 Uhr. „Auf der Anfahrt war das Feuer bereits von Weitem zu erkennen“, berichtete Kommandant und Einsatzleiter Bernd Rensch gestern gegenüber der RNZ. Menschen hätten sich glücklicherweise keine in der Hütte befunden. Problematisch sei aber die Wasserversorgung gewesen. Rensch: „Wir haben ein Fahrzeug mit 2000 Litern und ein Fahrzeug mit 1600 Litern, die sind innerhalb von zehn Minuten leer.“ Die Lösung habe darin bestanden, die Kollegen aus Sandhausen zur Hilfe zu rufen, welche kurzerhand einen Pendelverkehr zum Hydranten am Nußlocher Ortseingang einrichteten.

Trotzdem gelang es nicht, die Gartenhütte zu retten, die nach Angaben des Feuerwehrkommandanten völlig zerstört wurde. Für die insgesamt 25 Brandlöscher aus Nußloch und Sandhausen sei es vor allem darum gegangen, ein Ausbreiten der Flammen auf das umliegende Gehölz zu verhindern. „Mit Erfolg“, betonte Rensch: „Nur die Bäume direkt an der Hütte haben angefangen zu brennen.“

Bis der Brand komplett gelöscht war, habe es knapp zwei Stunden gedauert. „Gegen 4 Uhr war der Einsatz beendet“, so Rensch. Zur Brandursache wollte sich der Einsatzleiter mit Vermutungen zurückhalten. Eine mögliche Brandstiftung schloss er nicht aus. Dies zu klären sei aber Sache der Brandermittler, die noch in der Nacht ihre Arbeit aufnahmen. „Wir wissen noch nicht, warum es gebrannt hat“, erklärte ein Sprecher der Polizei am Freitagabend auf RNZ-Nachfrage.

Die Einsatzkräfte durften sich indes über ein besonderes Lob von Seiten der Bewohner des Ziegenkäsehofs freuen: „Vielen Dank für den nächtlichen Einsatz! Wir wollen uns bei der Trockenheit nicht weiter vorstellen was noch hätte passieren können“, war unter dem Beitrag der Nußlocher Feuerwehr im sozialen Netzwerk „Facebook“ zu lesen.

Pressebericht: Rhein-Neckar-Zeitung


Bilder: Feuerwehr Nußloch (Udo Lahm)